Wissenswertes zur Karl-Gerold-Stiftung

Karl Gerold hat die Stiftungsverfassung noch zu seinen Laufzeiten festgelegt. Die Stiftung wurde nach seinem Ableben aufgrund seiner testamentarischen Verfügung errichtet und im August 1975 als rechtsfähige Stiftung des Bürgerlichen Rechts vom Hessischen Minister des Inneren genehmigt. In diese Stiftung wurden von Karl Gerold und seiner Ehefrau Elsy Gerold-Lang wesentliche Teile ihres Vermögens eingebracht. In der Präambel zur Stiftungsverfassung hat er festgeschrieben, dass die Stiftung von ihm „bestimmt“ ist, die „Haltung der „Frankfurter Rundschau“, wie sie von ihm als Herausgeber, Verleger und Chefredakteur geprägt ist, zu erhalten. Nach seinem Willen soll sie sein und bleiben eine unabhängige, politisch engagierte, linksliberale Tageszeitung, verpflichtet dem Geist des Grundgesetzes und den Menschenrechten und ständig eintretend für das unbedingte Prinzip der Demokratie und für soziale Gerechtigkeit“. Auch die überregionale Verbreitung der „Frankfurter Rundschau“ hat Karl Gerold in der Satzung des Druck- und Verlagshauses Frankfurt am Main GmbH verankern lassen. Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, insbesondere auf dem Gebiet des Zeitungswesens und des graphischen Gewerbes; er wird erfüllt durch

  • Zuwendungen an Hoch- und Fachschulen, die auf für Journalisten wichtigen Gebieten tätig sind,
  • Gewährung von Studienstipendien für Studenten dieser Hoch- und Fachschulen,
  • Ausbildungs- und Reisestipendien für Nachwuchskräfte im Zeitungswesen und
  • Zuwendungen an soziale, als gemeinnützig anerkannte Ausbildungseinrichtungen.

Das Vermögen der Stiftung besteht im Wesentlichen aus Finanzanlagen und Anteilen an der Frankfurter Rundschau GmbH, Frankfurt am Main, die die „Frankfurter Rundschau“ herausgibt und verlegt. Die Erträge aus dieser Beteiligung fließen in die genannten Förderaufgaben. Das Vermögen selbst ist ungeschmälert zu erhalten und kann durch Zustiftungen erhöht werden. Vertreten wird die Stiftung durch einen Vorstand, der die Geschäfte führt und durch ein fünfköpfiges Kuratorium, das als Aufsichtsorgan über die Einhaltung der Stiftungsverfassung wacht und über die Vergabe der Fördermittel entscheidet. Bis Ende 2015 hat die Stiftung mehr als 500 Stipendien vergeben. An den Lebensweg des Stifters erinnert eine Tafel an seinem Geburtshaus in Giengen an der Brenz. Zu seinem 100. Geburtstag am 29. August 2006 hat die Stiftung eine Kurzbiografie unter dem Titel „Es lohnt sich noch“ herausgegeben.
Die Stiftung ist gemeinnützig.

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